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Leibniz IHP aus Frankfurt (Oder) organisiert die internationale Halbleiterkonferenz für Wissenschaftler, Ingenieure und Experten

Blick in das Molekularstrahlepitaxie-Labor des IHP. Die Molekularstrahlepitaxie (englisch molecular beam epitaxy, MBE) ist ein Verfahren der physikalischen Gasphasen-abscheidung, um kristalline dünne Schichten (bzw. Schichtsysteme) herzustellen. Es findet zum Beispiel Anwendung in der Nanotechnologie. © IHP/Mausolf 2019

13.09.2019
Die GADEST-Konferenz findet bereits zum 18. Mal statt

Vom 22. bis 27. September findet in Zeuthen (Brandenburg) die 18. Konferenz zum Thema Gettering und Defect Engineering in der Halbleitertechnologie (GADEST) statt, die vom IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik organisiert wird. Die GADEST-Konferenzreihe bietet ein Forum für die Interaktion zwischen Wissenschaftlern und Ingenieuren auf dem Gebiet der Halbleiterdefektphysik, der Materialwissenschaften und der Bauelementetechnologie. „Die Konferenz konzentriert sich auf grundlegende Aspekte sowie auf technologische Probleme im Zusammenhang mit Defekten an elektronischen Materialien und Geräten von der Mikroelektronik bis zu Photovoltaik“, erklärt Dr. Gudrun Kissinger, Konferenzleiterin und Wissenschaftlerin am IHP. Für die GADEST 2019 haben sich rund 120 Teilnehmer aus 24 Ländern angemeldet.

Die Konferenzthemen umfassen drei Hauptkategorien: Zum einen die Optimierung von Silizium (Si) als Trägermaterial für eine verbesserte Funktion elektronischer und photovoltaischer Geräte. Die zweite Kategorie umfasst Systementwürfe mit anderen Trägermaterialen als Silizium, um verbesserte und neue Funktionalitäten der Bauelemente zu erzielen. Die dritte Kategorie beschäftigt sich mit der Grundlagenforschung zu elektronischen Bauelementen sowie auftretenden Defekten und Effekten.

Die GADEST-Konferenz findet seit 1985 alle zwei Jahre statt. Bis 1995 wurde die Konferenz in Deutschland abgehalten, anschließend in verschiedenen europäischen Ländern. Die diesjährige GADEST wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und mehreren internationalen Unternehmen und Organisationen unterstützt.

Lokaler Partner der diesjährigen Konferenz ist die Investor Center Ostbrandenburg GmbH (ICOB), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Frankfurt (Oder). „Unser gemeinsames Ziel ist es, das internationale Publikum auf die Chancen aufmerksam zu machen, die sich aus potenziellen Investitions- oder Kooperationsprojekten in der Region ergeben“, beschreibt Christopher Nüßlein, Geschäftsführer des ICOB, die Vorbereitungen auf die anstehende Konferenz.

Das Gebäude und die Infrastruktur des IHP wurden finanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, von der Bundesregierung und vom Land Brandenburg.